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Freelancer oder Agentur für Videoproduktion: Was passt zu meinem Projekt?

11.08.20263 Min. LesezeitNickolas Weinberger

Wer Video Content produzieren lassen möchte, steht häufig vor einer grundlegenden Entscheidung: große Agentur, Produktionsfirma oder direkter Freelancer? Keine dieser Lösungen ist automatisch besser. Sie lösen unterschiedliche Probleme.

Wann eine Agentur sinnvoll ist

Eine größere Agentur kann besonders dann sinnvoll sein, wenn viele Disziplinen gleichzeitig koordiniert werden müssen.

Dazu können Strategie, Media Planung, Design, Kampagnensteuerung, große Produktionen, mehrere Drehteams oder umfangreiche Abstimmungsprozesse gehören.

Bei großen Kampagnen ist diese Struktur häufig notwendig und sinnvoll.

Wann ein Freelancer interessant wird

Viele Unternehmen benötigen jedoch keinen großen Agenturapparat.

Sie brauchen eine Person, die das Projekt versteht, vorbereitet, produziert und anschließend direkt umsetzt.

Der größte Unterschied liegt häufig nicht in der Kamera.

Er liegt in Kommunikation, Struktur und Anzahl der Schnittstellen.

Direkte Kommunikation

Bei einer direkten Zusammenarbeit gibt es weniger Übergaben zwischen Beratung, Projektmanagement, Produktion und Postproduktion.

Die Person, mit der das Projekt besprochen wird, kann gleichzeitig die Person sein, die später hinter der Kamera steht und das Material schneidet.

Dadurch bleiben Informationen häufig näher am eigentlichen Projekt.

Flexibilität

Kleinere Produktionen verändern sich während der Umsetzung.

Eine gute Aussage entsteht spontan im Interview. Eine Location bietet eine unerwartete Perspektive. Eine zusätzliche Sequenz eignet sich plötzlich perfekt für Social Media.

Bei einem kompakten Setup können solche Situationen schnell in die Produktion integriert werden.

Kostenstruktur

Eine Agentur bringt Infrastruktur, mehrere Personen und entsprechende Prozesse mit.

Das kann für große Projekte notwendig sein. Für kleinere Produktionen bedeutet es jedoch möglicherweise zusätzlichen organisatorischen Aufwand, den das Projekt gar nicht benötigt.

Eine direkte Produktion kann deshalb besonders bei Social Content, Event Content, Recruiting, Unternehmensvideos und kleineren Kampagnen interessant sein.

Wo die Grenzen liegen

Ein Freelancer ersetzt keine komplette Agentur mit zehn spezialisierten Fachbereichen.

Bei umfangreichen Produktionen müssen zusätzliche Personen für Kamera, Licht, Ton, Styling, Grafik oder weitere Aufgaben eingeplant werden.

Auch das gehört zu professioneller Projektplanung: nicht so tun, als könne eine Person jede Produktionsgröße allein abdecken.

Die interessante Mitte

Für viele Unternehmen liegt die sinnvollste Lösung zwischen klassischem Einzelvideografen und großer Full Service Agentur.

Konzept, Produktion, Social Verständnis und Postproduktion können direkt aus einer Hand kommen. Wenn das Projekt größer wird, werden gezielt weitere Spezialisten eingebunden.

Damit bleibt das Setup schlank, ohne den Umfang des Projekts künstlich zu begrenzen.

Was passt zu deinem Projekt?

Eine Agentur ist besonders sinnvoll, wenn viele Gewerke, große Budgets und umfangreiche Kampagnen koordiniert werden müssen.

Ein direkter Creative Producer oder Video Freelancer kann sinnvoller sein, wenn kurze Abstimmungswege, flexible Produktion und ein klarer Ansprechpartner wichtig sind.

Du bist noch nicht sicher, welchen Produktionsumfang dein Projekt braucht?

Das lässt sich meist bereits nach einem kurzen Blick auf Ziel, Plattformen und gewünschte Ergebnisse einschätzen.

Projekt dahinter

Aus Produktionsentscheidungen wird erst dann Wert, wenn sie im echten Projekt funktionieren.

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